20.08.2004
Prinz Dracula konnte sich nicht durchbeißen

"Ich beiß mich durch!" - so lautet das Wahlkampfmotto von Vlad Dracula Prinz Kretzulesco, der sich für die FDP um ein Mandat im brandenburgischen Landtag bewirbt. Vor dem Kölner Landgericht allerdings hat er sich nicht durchgebissen. Dort musste er gestern einem Vergleich mit einem Getränke-Vertriebsunternehmen zustimmen, das ihn wegen Verletzung seiner Markenrechtean "Dracula Liqueur" verklagt hatte.
Der adoptierte Prinz eines alten rumänischen Adelsgeschlechts hatte im Internet einen "Dracula Ingwer-Likör" angeboten. Die Firma, die die Rechte für den Verkauf des hochprozentigen "Dracula-Liqueurs" innehat, verklagte deshalb den Prinzen. Dessen Anwälte präsentierten zwar ein Schriftstück, wonach ihr Mandant die Markenrechte für den Begriff "Dracula" bereits in den 70er Jahren erworben habe - allerdings nur für den Verkauf von Büchern, Zeitschriften und Zeitungen.
Für Hochprozentiges hat die Essener Firma die älteren Rechte und besaß deshalb auch vor Gericht die besseren Karten. Einen Vergleichsvorschlag der Wettbewerbskammer des Gerichts nahm der Prinz daher an und erklärte sich bereit, keinen Ingwer-Likör mehr mit dem allein herausgestellten Namen Dracula zu vertreiben oder zu bewerben. Er dürfe aber Liköre "Prinz Dracula" oder "Schloß Dracula" nennen, so der Kammervorsitzende. Vor dem Oberlandesgericht in München hatte der Prinz, in Berlin als Ottomar Berbig geboren, schon einmal gegen den Getränke-Vertreiber den Kürzeren gezogen (huh).