20.08.2004
Prinz Dracula kämpft um seinen Schnaps

Köln - Schicker Anzug, höfliches Lächeln. Der Mann, der da im Saal 235 des Kölner Landgerichts saß wusste sich zu benehmen. Kein Wunder: Er ist ein Prinz - Wenn auch sein Name nicht nur edel sondern auch ganz schön gruselig klingt.
Gestatten: Ottomar Radolphe Vlad Dracula Prinz Kretzuleso.

Er musste erfahren: Auch mit seinem berühmten Namen kann man nicht machen was man will. Ein Schnapshersteller hatte ihn verklagt.
Denn die Firma Alcomix Marken hat das Markenrecht für Spirituosen am Namen DRACULA. Und fand es überhaupt nicht komisch, dass Prinz Dracula im Internet einen Dracula-Ingwer-Likör anbot. Sie forderte eine Unterlassungserklärung. Vergeblich argumentierte Prinz Dracula, der vor 20 Jahren vom alten rumänischen Adelsgeschlecht adoptiert worden war, mit der langen Familiengeschichte. Die Richter überzeugte das nicht.
Marke ist halt Marke.
Sie schlugen einen Vergleich vor. Das der Prinz die umstrittene Bezeichnung des Likörs unterlässt, dafür mit seinem Foto samt Unterschrift werben darf: Das hat nämlich er als Marke eingetragen.
Rechtsstreit erledigt. Prinz Dracula war froh darüber. Ich möchte nur meine Ruhe Doch darauf zu hoffen wagt er nicht, denn der Gerichtszoff im Landgericht ist nicht der erste den mit dem Schnapshersteller hat.
Prinz Dracula hat jetzt anderes vor. Für die FDP in Dahme Spreewald (Brandenburg) will er in den Landtag. Sein Slogan: "Ich beiße mich durch".